Arbeiterwohlfahrt Rostock
Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit.

Kostenlose Ausstellung und Workshops vor dem AWO-Bürgerhus // Ausstellungseröffnung am 2. Oktober

 

Welt im UmbruchBonn, 22. September 2016. Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft und The PhotoBookMuseum bringen die mobile Fotobuch-Ausstellung „Welt im Umbruch“ nach Rostock. In fünf Schiffscontainern zeigt die Ausstellung am Rondell vor dem Groß Kleiner Börgerhus die Arbeiten zeitgenössischer international renommierter Fotografen. Mit dabei sind unter anderem Mitch Epstein, Ad van Denderen, Emine Gözde Sevim, Jacqueline Hassink, Julian Röder und Peter Bialobrzeski, die in ihren Fotografien gesellschaftliche Umbrüche thematisieren. In Workshops können die Besucher eigene Fotobücher herstellen – aus Fotografien der Ausstellung, aber auch aus mitgebrachten alten Fotoalben, Smartphone-Schnappschüssen oder den Highlights aus dem letzten Urlaub. Ausstellung, Führungen und Workshops sind kostenfrei.

„Wir möchten in unserer Ausstellung mit so vielen Rostockern wie möglich ins Gespräch kommen über die großen globalen Umbrüche- und über die ganz persönlichen Umbrüche– im Positiven wie im Negativen, berichtet Ruth Gilberger, Vorständin der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft. „Gemeinsam möchten wir in den Fotos und Fotobüchern verschiedene Perspektiven auf diese Umbrüche entdecken und vielleicht neue gestalten.“

Die Ausstellung ist vom 2. bis zum 9. Oktober täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Neben Führungen gibt es ein Rahmenprogramm mit vielen verschiedenen Veranstaltungen und Fotobuch-Workshops für alle Altersklassen. Das Café Courage bietet währenddessen Snacks und Getränke in einem der Schiffscontainer an.

Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft und The PhotoBookMuseum arbeiten für „Welt im Umbruch“ mit dem Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen der Hansestadt Rostock und dem AWO Börgerhus zusammen und bringen das Projekt im Rahmen von KUNST HEUTE – Tage der zeitgenössischen Kunst in Mecklenburg-Vorpommern nach Groß Klein.

Zum Warm-Up am 29. September im Peter-Weiss-Haus ist die Fotografin Andrea Diefenbach zu Gast. Sie gibt zusammen mit den Ausstellungsmachern eine Vorschau auf „Welt im Umbruch“ und zeigt ihr Buchprojekt „Land ohne Eltern“.

Herzlich laden wir Sie zur Ausstellungseröffnung mit dem Rostocker Bürgerschaftspräsident Dr. Wolfgang Nitzsche am 2. Oktober um 14 Uhr nach Groß Klein ein. Es wird die Möglichkeit für Pressefotos und die erste öffentliche Führung durch die Fotobuch-Ausstellung geben.

Öffnungszeiten
2. Oktober - 9. Oktober 2016
täglich 11.00 - 21.00 Uhr

Ort
Rondell am Börgerhus
Gerüstbauerring 28
18109 Rostock

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf: http://www.montag-stiftungen.de/kunst-und-gesellschaft/projekte/welt-im-umbruch.html

Unser Hashtag für Facebook, Twitter und das Web: #WeltimUmbruch

 

Welt im Umbruch

 

Hintergrundinformationen

 

Getrennte Welten im Fotobuch

Die Fotografin Andrea Diefenbach ist bei „Welt im Umbruch“ mit ihrer Arbeit „Land ohne Eltern“ vertreten. In der Republik Moldau hat sie die Kinder von Arbeitsmigrantinnen und -migranten fotografiert. Sie wachsen in den meisten Fällen mit Geschwistern und Großeltern auf, weil Mütter und Väter nur in Ländern wie Italien oder Russland Arbeit gefunden haben, die die Familien ernähren kann. Die beeindruckenden Fotos Diefenbachs, die auch den Alltag der Eltern zeigen, regen an, über globale Zusammenhänge und persönliche Schicksale nachzudenken.

„Dabei kann man die Fotos sowohl als Einzelbild, als auch im Kontext des Fotobuches betrachten. In der Geschichte, die das Buch erzählt, bekommen die einzelnen Bilder neue Facetten“, sagt Markus Schaden vom PhotoBookMuseum. Er ist mit Frederic Lezmi und Helge Hofmann Gründer des mobilen Museums und Experte für das Medium. „Ein Fotobuch kann man lesen wie ein normales Buch mit Text. Die Fotos wirken oft aber intensiver und emotionaler als das geschriebene Wort.“

Veränderungen in der Gesellschaft und im Alltag

Im Vergleich zu den täglichen Nachrichten in Zeitung, TV und Internet bringen die Fotografinnen und Fotografen andere und neue Perspektiven auf Umbrüche mit und lassen uns den eigenen Standpunkt hinterfragen. „Neben den Umbrüchen, die in den Fotografien thematisiert werden, geht es uns auch um die ganz persönlichen Umbrüche der Besucher und auf ihre Sicht der Welt“, erklärt Anne-Katrin Bicher. Sie ist Mitarbeiterin der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft und leitet das Projekt.

„Ziel unserer Ausstellung ist es nicht nur, dem Publikum Fotobücher als eine Kunstform näherzubringen, die sich wachsender Popularität erfreut. Wir möchten vor allem mit den einzelnen Menschen ins Gespräch kommen – über ihre Bilder im Kopf von Umbrüchen in der Gesellschaft und die Umbrüche im eigenen Leben,“ so Bicher. Dabei interessiert die Ausstellungsmacher vom PhotoBookMuseum und der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft vor allem die Ambivalenz vieler Umbruchssituationen: die Gleichzeitigkeit von Alt und Neu, negative Folgen gesellschaftlicher Umbrüche ebenso wie positive Veränderung oder individuelle Glücksmomente.

 

Projektpartner

 

Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft

Die Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft ist eine operative Stiftung, die partizipative Kunstprojekte mit Veränderungspotenzial initiiert, umsetzt und begleitet. Es sind vielfach Kooperationsprojekte, die sich mit sozialen, politischen und ökonomischen Bedingungen auseinandersetzen und gezielt unterschiedliche Menschen vor Ort in ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit mit einbeziehen. Durch ihre aktive Teilhabe können sie die künstlerischen Prozesse mitgestalten. Dabei finden sich in den Projekten alle Gattungen zeitgenössischer Kunst. Sitz der gemeinnützigen Stiftung ist Bonn.

The PhotoBookMuseum

Das PhotoBookMuseum wurde 2014 von Markus Schaden, Frederic Lezmi und Helge Hofmann in Köln gegründet. Als gemeinnützige Organisation fördert das PhotoBookMuseum das Fotobuch als eine der zentralen Ausdrucksformen der Fotografie. Im Sinne einer öffentlichen Institution dient es als Plattform für Sammlungen, Ausstellungen und Events und ist der Erforschung und Vermittlung der zeitgenössischen Fotobuchkultur gewidmet. Das PhotoBookMuseum, ein Museum des 21. Jahrhunderts, ist eine demokratische Institution, das seinen Besuchern Raum zur aktiven Teilnahme bietet. Es versteht sich als ein lebendiger sozialer Ort, der einem breiten Publikum die formalen, inhaltlichen und erzählerischen Eigenschaften des Mediums vermittelt.

Partner vor Ort

Am Standort Rostock wird die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen der Hansestadt Rostock und dem Börgerhus in Groß Klein (AWO Stadtteilzentrum) realisiert. Weitere Partner im Rahmenprogramm sind das Peter Weiss Haus und das JAZ.

 

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