Arbeiterwohlfahrt Rostock
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awo-rostock-logoKleine Liga: geringer Bedarf an Übernachtbetreuung kann anders gedeckt werden

Rostock. 27. Mai 2016. Aus Sicht der Kleinen Liga der Wohlfahrtsverbände in der Hansestadt Rostock reicht das derzeitige Betreuungsangebot in der Hansestadt Rostock aus, um auch den Bedarf an Übernachtbetreuungen zu befriedigen.

In der Hansestadt Rostock werden ca. 14.000 Kinder in Kindertagesstätten und bei Tagesmüttern betreut. Wenn für weniger als ein Prozent davon gelegentlich mal eine betreute Übernachtung nötig ist, reichen die Betreuungsangebote in Rostock grundsätzlich aus. „Dafür benötigt man keine 24-Stunden-Kita.“, sagt Sven Klüsener, der als Geschäftsführer der AWO Rostock derzeit der Sprecher der Kleinen Liga ist, und ergänzt: „Ich bin davon überzeugt, dass man mit einer punktuell notwendigen berufsbedingten Erweiterung der Kita-Öffnungszeiten zusätzlich Möglichkeiten schafft, die eine noch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicherstellen. Sollte es dann immer noch vereinzelt berufsbedingte Bedarfe für eine Betreuung in den Nachtstunden geben, sind entsprechend geschulte Babysitter sicherlich eine sinnvollere Alternative, damit das Kind im eigenen Bettchen schlafen kann.“

Die Erfahrungen der meisten Kita-Träger sind eindeutig: Die Eltern, die im Schichtsystem arbeiten, verfügen über ihre eigenen Netzwerke (Familie, Freunde und Bekannte), die den Kindern vertraut sind. Vera Blum-Pürckhauer (Vorstand der Rostocker Stadtmission) stellt fest: „Wir betreiben in der Region Rostock neun Kindertagesstätten mit insgesamt 1.400 Kindern. Wie alle Träger sind wir auch im engen Austausch mit den Eltern, um unser Angebot den Bedürfnissen anzupassen. Jobbedingte Betreuungen über Nacht oder am Wochenende sind dabei noch kein Thema gewesen. Selbst unsere Mitarbeitenden in der Pflege, die an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr ihren verantwortungsvollen Dienst verrichten, haben in der Vergangenheit nie vergleichbare Wünsche geäußert.“

Die AWO-Kita „Rappelkiste“ (ca. 200 Krippen- und Kindergarten und ca. 150 Hortkinder) in der Südstadt kooperiert mit dem kommunalen Südstadtklinikum. „Wir bieten für die Beschäftigten der Klinik aufgrund einer gesonderten Vereinbarung für ca. 30 Plätze seit September 2015 verlängerte Öffnungszeiten (statt 6.00 Uhr bereits um 5.30 Uhr und statt bis 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr) an. Die Erfahrungen sind eindeutig: drei Kinder werden gelegentlich bereits zwischen 5.30 Uhr und 6.00 Uhr gebracht. Nach 18.00 Uhr gab es bislang keine Betreuung.“, stellt Sven Klüsener fest und fügt hinzu: „Bei den Eltern, die nicht unter diese Kooperation fallen, gibt es bislang für ein weiteres Kind Bedarf an früheren Öffnungszeiten.“

Auch die übrigen in der Kleinen Liga zusammengeschlossenen Kita-Träger bestätigen diese Erfahrungen.

„Selbstverständlich ignorieren wir nicht, dass es ganz vereinzelt Eltern gibt, die berufsbedingt Probleme haben, ihre Kinder über Nacht zu betreuen. Aber für diese wenigen Einzelfälle benötigen wir passgenaue Hilfen, die sich mit dem Jugendamt sicherlich finden lassen, damit das Kind möglichst der Häuslichkeit schlafen kann. Eine 24-Stunden-Kita in Reutershagen hilft einer alleinerziehenden Mutter aus Lütten Klein oder Dierkow mit Sicherheit nicht wirklich weiter.“, sagt Sven Klüsener abschließend: „Selbstverständlich bieten unsere Kitas den Eltern Hilfe und Unterstützung an. Schlussendlich haben hier auch Arbeitgeber eine gesellschaftliche Verantwortung. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels haben familienfreundliche Unternehmen sicherlich Vorteile bei der Personalgewinnung.“

Zur Info: Die Kleine Liga der Wohlfahrtsverbände ist der Zusammenschluss der in Rostock tätigen Verbände: Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Der Paritätische, DRK, Diakonie und ZWST. Der Vorsitz wechselt jährlich. Der Paritätische wird zurzeit vom ASB und der Volkssolidarität vertreten.

V.i.S.d.P.: Sven Klüsener – Sprecher der Kleinen Liga

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