Arbeiterwohlfahrt Rostock
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awo-rostock-logoAb 2020 erhalten die Beschäftigten dem Öffentlichen Dienst entsprechende Gehälter

Am heutigen Tag haben ver.di und die AWO Rostock für die knapp 600 Beschäftigten des AWO-Kreisverbandes Rostock e.V. und der AWO-Sozialdienst Rostock gGmbH einen neuen Tarifvertrag unterzeichnet. Dieser regelt u.a., dass die AWO Rostock die Bezahlung bis zum 1. Januar 2020 in fünf Stufen an das Niveau des TVöD angleicht.

Ferner wurde mit ver.di eine Regelung vereinbart, dass innerhalb der fünfjährigen Angleichungsphase an den TVöD in Abhängigkeit der Beschäftigungszeit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlich schnell in die höheren Stufen der entsprechenden Entgeltgruppe erreichen können.

Für den Rostocker AWO-Vorsitzenden Christian Kleiminger ist damit ein einstimmiger Beschluss der letzten Kreiskonferenz von 2014 umgesetzt: „Ich freue mich sehr, dass es in intensiven und konstruktiven Verhandlungen gelungen ist, einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiss zu erreichen. Die Beschäftigten bekommen in den nächsten Jahren einen ordentlichen Gehaltszuwachs auf das Niveau des Öffentlichen Dienstes. Die AWO Rostock kann sich weiter als attraktiver Arbeitgeber auf dem Gebiet der sozialen Arbeit in der Region Rostock etablieren und weiterentwickeln.“

Geschäftsführer Sven Klüsener, der für die AWO die Verhandlungen geführt hat, ergänzt: „Es ist wohl nicht häufig, dass ein Arbeitgeber Gewerkschaften eine Überführung des vorhandenen Haustarifvertrages in einen derartig bedeutenden Tarifvertrag wie den TVöD vorschlägt. In Zeiten von Fachkräftemangel bei Erziehern, Pflegekräften und immer stärker auch Sozialpädagogen war es aber betriebswirtschaftlich erforderlich, diesen Weg gemeinsam mit ver.di zu gehen. Er ist ambitioniert aber notwendig.“

Die AWO Rostock überführt das derzeitige Gehaltsniveau im Januar 2016 in einem ersten Schritt auf 91 %. Von 2017 bis 2019 wird das Niveau in Stufen von 94 %, 96 % und 98 % der jeweils gültigen Entgelttabellen des TVöD angehoben. Ab 2020 ist die AWO Rostock bei 100 % der dann im Öffentlichen Dienst üblichen Bezahlung. Bei den Auszubildenden erhöht sich die Vergütung jeweils ab September (Ausbildungsbeginn) in o.g. Schritten.

„Die Beschäftigten profitieren in der Phase der Angleichung bis zu dreimal im Jahr von Gehaltssteigerungen: Am Jahresanfang gibt es die prozentuale Angleichung, bei allgemeinen Tarifsteigerungen des TVöD aufgrund der regulären Tarifrunden, die wir zeitgleich übernehmen werden, und von den Aufstiegen innerhalb der Stufen der Entgeltgruppen.“, erklärt Sven Klüsener.

Die AWO Rostock betreibt im Kreisverband vier Seniorenbegegnungsstätten und in der AWO-Sozialdienst Rostock gGmbH Kindertagesstätten, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Angebote der offenen Kinder- und Jugendhilfe bzw. Hilfen zur Erziehung, Migrationsberatungen, eine Mutter-Kind-Klinik sowie Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Anmerkung: Formal handelt es sich um einen Anwendungstarifvertrag mit ver.di. Dem TVöD selbst kann die AWO Rostock gar nicht „beitreten“, da sie nicht Mitglied im Verband kommunaler Arbeitgeber sein kann. Auswirkungen hat das insofern, als wir dadurch nicht die Altersvorsorge des öffentlichen Dienstes übernehmen können, sondern weiterhin eine eigene tariflich zugesicherte betriebliche Altersvorsorge sowie eine Gruppenberufsunfähigkeitsversicherung mit Sonderkonditionen für unsere Beschäftigten anbieten.