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Kindergrundsicherung: AWO kritisiert Bundesfinanzminister Lindner

Berlin, den 22.02.2023. Laut Medienberichten hält Christian Lindner die Pläne für die Einführung der Kindergrundsicherung für unausgereift. Die Arbeiterwohlfahrt kritisiert die Aussage, insbesondere nicht schnell mehr Geld für diese wichtige Verbesserung des Lebensalltags der Kinder zur Verfügung zu stellen. Dazu kommentiert Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt:

„Mir ist völlig unverständlich, wie der Bundesfinanzminister zu dem Schluss gelangen kann, es gebe keine ausgereiften Pläne für die Einführung der Kindergrundsicherung. Das ist ein vorgeschobenes Argument, um auf Kosten von Kindern in Armut die eigene Strategie durchzusetzen. In Deutschland  haben hunderttausende Kinder keine Chance, das Versprechen des sozialen Aufstiegs zu erfahren. Daher ist es beschämend, dass Lindner sich gegen die Vereinbarungen der Regierungskoalition stellt und sich weigert, die nötigen Mittel für eine ambitionierte Umsetzung des Projekts bereitzustellen. Ja, der Kampf gegen Kinderarmut kostet Geld. Aber fundierte Konzepte liegen seit Jahren auf dem Tisch.“

Seit 2009 kämpft die AWO mit vielen weiteren Organisation im Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG für die Einführung einer Kindergrundsicherung und arbeitet seitdem stetig an der Weiterentwicklung des eigenen Konzepts. Zahlreiche andere Akteure wie der DGB oder die Bertelsmann-Stiftung haben ebenfalls detaillierte Konzepte für eine neue Leistung vorgelegt, von der alle Kinder profitieren.

Aus Sicht der AWO muss die Kindergrundsicherung Beides sein: eine Verwaltungsreform, die durch die Zusammenführung bestehender Leistungen zu mehr Bürger*innenfreundlichkeit führt, und ein Instrument zur Armutsbekämpfung. Beide Ziele dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden, so Michael Groß abschließend: „Wenn am Ende der Reform nicht die Familien mehr Geld in der Tasche haben, die es wirklich brauchen, dann handelt es sich bei der neuen Leistung um keine echte Kindergrundsicherung.“

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Quelle: AWO-Bundesverband e.V.

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