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Bundesgesundheitsministerium und AWO stellen Hitzeschutzempfehlungen des Qualitätsausschuss Pflege vor

Berlin, den 24.05.2024. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stellte heute in der Fortschrittskonferenz zum Hitzeschutzplan für Gesundheit die Hitzeschutzempfehlungen des Qualitätsausschuss Pflege vor. Als Experte erläutert Claus Bölicke, Geschäftsführender Vorstand im Verein „Qualitätsausschuss Pflege“ und Leiter der Abteilung Gesundheit, Alter und Behinderung beim AWO Bundesverband, bei der gemeinsamen Pressekonferenz die Notwendigkeit von Hitzeschutzmaßnahmen in der Pflege.

„Es ist ein wichtiges Signal, dass der Bundesgesundheitsminister dem Thema Hitzeschutz in der Pflege hohe Priorität einräumt“, sagt dazu Claus Bölicke, „Die Klimakrise ist längst Realität. Es ist an uns, die vulnerabelsten Mitmenschen vor ihren Folgen zu schützen, indem wir uns anpassen. Die Empfehlungen des Qualitätsausschuss Pflege geben hier konkrete Strategien und Konzepte vor, damit Menschen in Pflegeeinrichtungen – und zwar sowohl Bewohnende als auch Mitarbeitende – vor zusätzlichen gesundheitlichen Belastungen geschützt werden. Bei der zügigen Umsetzung der Hitzeschutzstrategie der Bundesregierung kann auf die volle Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt gezählt werden.“

Für ältere und hilfebedürftige Menschen sind Hitze und vor allem länger anhaltende Hitzeperioden eine besondere Herausforderung. Zum einen sind sie durch Vorerkrankungen, ggf. eingeschränkte kognitive Fähigkeiten und eingeschränkte Mobilität besonders anfällig für negative Hitzefolgen auf die Gesundheit. Zudem sind sie häufig nicht in der Lage, ihre eigene Gefährdung zu erkennen und adäquat darauf zu reagieren. Aufgabe der Pflege ist es daher, für diese Menschen Vorsorge zu treffen und sie zu unterstützen. Dazu gehören sowohl technische und wohnraumbezogene Maßnahmen wie auch organisatorische, persönliche und pflegerische Schutzmaßnahmen.

Der Qualitätsausschuss Pflege hat hierzu auf Bundesebene Empfehlungen für Pflegeeinrichtungen und -dienste erarbeitet, die AWO war Teil des Expert*innengremiums: https://www.gs-qsa-pflege.de/aktuelles.

Für den Hitzeschutz ihrer Mitarbeitenden und Bewohner*innen übernimmt die Arbeiterwohlfahrt auch in der Praxis bereits Verantwortung: Seit Ende 2022 führt sie in Kooperation mit der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit und gefördert vom BKK Dachverband ein Projekt zur Stärkung der Hitzeresilienz in der stationären Pflege durch. Es werden u.a. Informationsmaterialien entwickelt und Einrichtungen konkret bei der Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen unterstützt und beraten. Weitere Informationen unter: www.higela.de.

„Mit einem Mix aus niedrigschwelligen Verhaltens- und Präventionsmaßnahmen können wir schon viel erreichen – z.B. richtig zu lüften oder Tagesabläufe anzupassen. Grundlegendere Maßnahmen wie klimagerechte Umbauten können gemeinnützige Verbände aber nicht alleine stemmen. Wir erwarten deswegen auch von der Politik entsprechende Unterstützung. Denn eins ist klar: Wenn wir jetzt nicht handeln, werden die Kosten umso höher!“, so Bölicke abschließend.

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Die Arbeiterwohlfahrt gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Sie wird bundesweit von über 300.000 Mitgliedern, mehr als 72.000 ehrenamtlich engagierten Helfer*innen und rund 242.000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen getragen.


Quelle: AWO-Bundesverband e.V.

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