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AWO fordert mehr Beteiligung von Menschen mit Behinderungen

Berlin, 03.12.2020. Anlässlich des diesjährigen Welttages der Menschen mit Behinderungen fordert die AWO, dass Menschen mit Behinderungen bei der Krisenbewältigung von Anfang an einbezogen werden.

Bereits vor der Pandemie waren Menschen mit Behinderung meilenweit von einem gleichberechtigten Zugang zu Bildungs-, Gesundheits- und Teilhabe Leistungen und -Angeboten entfernt. Durch die Pandemie werden Ungleichheiten und strukturelle Benachteiligungen noch sichtbarer.  

Die AWO kritisiert, dass zum Beispiel bei der Erarbeitung und Umsetzung der Maskenpflicht die Bedürfnisse von gehörlosen und schwerhörigen Menschen, oder aber bei Plexiglaswänden an Supermarktkassen oder Arzttresen die besonderen Belange von Rollstuhlnutzer*innen und blinden Menschen nicht mitgedacht wurden. Vielen Kindern mit Behinderungen wird die Teilhabe an Bildung verwehrt. Vielfach erhalten auch die betroffenen Familien keine Hilfe beim Home Schooling. Einrichtungen und Dienste, die Menschen mit Behinderungen unterstützen, wurden bei der Beschaffung von Schutzausrüstung nicht ausreichend berücksichtigt.

Brigitte Döcker, Vorstandsmitglied des AWO Bundesverbandes, sagt hierzu: „Auch in Krisenzeiten müssen die Belange von Menschen mit Behinderungen von allen Entscheidungsträger*innen berücksichtigt werden. Die letzten Monate zeigten, dass staatliches und behördliches Handeln dort gut funktioniert, wo Menschen mit Behinderungen und ihre Unterstützungsstrukturen von Anfang an in die jeweiligen Planungen und Aktivitäten einbezogen wurden. Dies geschah beispielsweise durch das Einbinden der Behindertenbeauftragten, Behindertenbeiräte und Leistungserbringer.“

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Die Arbeiterwohlfahrt gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und wird bundesweit von über 312.000 Mitgliedern, mehr als 82.000 ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfern sowie rund 237.000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen getragen.


Quelle: AWO Bundesverband e.V.

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