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AWO gegen Einmalzahlungen als Gaspreisbremse

Berlin, 07.10.2022. Angesichts der Forderung, den geplanten Gaspreisdeckel der Ampel-Regierung als Einmalzahlungen umzusetzen, kommentiert die AWO:

„Es kann nicht sein, dass die Raumtemperatur im Winter im Geldbeutel entschieden wird. Die Einmalzahlungen führt dazu, dass am Ende Menschen mit wenig Einkommen in ihren häufig schlechter isolierten Wohnungen frieren! Der Hinweis auf die Sparanreize ist zynisch und fern jeder Lebensrealität eines großen Teils der Bevölkerung“, so Kathrin Sonnenholzner, Präsidentin der Arbeiterwohlfahrt.

Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt, führt aus: „Wo Gaspreisbremse drauf steht, muss auch eine Preisbremse drin sein. Mit einer weiteren Einmalzahlung werden Steuergelder durch die Hintertür in die Taschen der Energieversorger und Aktionäre zu Lasten derjenigen geschaufelt, die schon einen minimalen Energieverbrauch und ökologischen Fußabdruck haben. Sie haben u. a. wegen fehlender finanzieller Rücklagen und fehlendem Eigentum kaum Einfluss auf technische Energiesparmaßnahmen. Wir fordern auch in dieser Frage Verteilungsgerechtigkeit, mehr Regeln und Ordnungsrecht statt Marktglaube, z. B. Gewichtsbegrenzungen für PKW sowie Grenzen für den Flächen- und Energieverbrauch.“

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Die Arbeiterwohlfahrt gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Sie wird bundesweit von über 300.000 Mitgliedern, mehr als 72.000 ehrenamtlich engagierten Helfer*innen und rund 242.000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen getragen.


Quelle: AWO-Bundesverband e.V.

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